Teil 2) – Die Thüringer Hallenmeisterschaften mit Winterwurf
Diese waren mehrgeteilt an 4 Wochenenden von Mitte Dezember 2025 bis Mitte März 2026 und fanden nun ihren Abschluß. Dennoch soll nach Alterklassen geordnet berichtet, was übersichtlicher ist, als die vermischte chronologische Abfolge, da „über Kreuz“ bestimmte Disziplinen für verschiedene Altersbereiche zur Austragung kamen.
Erwachsene (ab 20 Jahre/ohne Senioren)
Während es in der Freiluftsaison nur noch Mitteldeutsche Meisterschaften für die Erwachsenen gibt (Ausnahme – LM 5000 m, 10000 m), finden diese in der Halle weiterhin statt.
Die Männer und Frauen der LG Ohra – Energie ließen im Vorjahr diese Meisterschaft nahezu komplett aus und es gelang 2025 keine Medaille im Erwachsenenbereich.
Hingehen sah es 2026 deutlich besser aus, denn es wurden immerhin 7 x Medaillen erkämpft und das trotz Fehlens der Läuferasse Robin Müller und Max Sluka. Neuzugang Sebastian Lehmann wurde bei den Männern über 400 m in 51,88 s mit Silber und über 200 m in 22,65 s, mit Bronze belohnt.
In ihrem ersten Frauenjahr konnte Anna
Amalia Riechel klar den Hochsprung mit 1,73 m und 7 cm Vorsprung gewinnen. Über 400 m erreichte sie Silber, in guten 56,67 s – knapp geschlagen von der 800 m u 20 Meisterin von 2025, Helena Guttke (Race Erfurt*/56,23 s), *welcher als Nachfolger des Top Team Thüringens avanciert.
Die 2. Goldmedaille gab es in der Frauenstaffel über 4 x 200 m in der Besetzung Charlotte Beck, Lea Weber, Josephine Tronicke und Anna Amalia Riechel in 1:51,71 min.

Lea Weber (18) nutzte die Chance der versetzten Meisterschaften (Erwachsene, Jugend) und stellte sich zudem der Konkurrenz bei den Frauen. Dort konnte sie im Diskuswurf ebenso Landesmeisterin werden (29,74 m), wie im Speerwurf (33,32 m).
Weitere Finalplatzierungen gab es für Charlotte Beck, mit 1,50 im Hochsprung und mit 4,76 m im Weitsprung als jeweils 4.
Die Bilanz 2026 fällt mit 4 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze, recht gut aus.
Jugend (AK 16 – 19)
Lea Weber (wJA/18/u 20) konnte sich im Speerwurf die Goldmedaille mit 36,25 m sichern, zudem gab es im Diskuswurf mit 25,62 m den Silberrang. Eine weitere Silberplakette gelang ihr im Kugelstoßen mit 10,33 m, wobei ihr der Umstieg auf das 4 kg Gerät, schwerfiel.
Jolina Querfeld (wJB/17/u 18) sicherte sich Gold im Kugelstoßen mit 11,81 m im 1. Stoß und PBL. Im Diskuswurf kam noch Bronze hinzu (28,37 m) und im Speerwurf gab es noch Rang 4 mit 28,33 m.
Greta Faulstich (15) stellte sich der wJB/u 18 Konkurrenz im Winterwurf und gefiel mit Gold im Hammerwurf mit tollen 44,79 m (PBL) und Silber im Diskuswurf (28,84 m).
Im Jahr 2025 wurden 4 x Gold, 6 x Silber und 4 x Bronze erzielt.
Nun rückte Anna Amalia Riechel in die Frauenklasse und es gakrankheitsbedingte Ausfälle der starken Läufer (Kaufmann, Rose), womit sich die Medaillenausbeute bei der Jugend halbierte.
Die Bilanz konnte jedoch dank der Werfer mit 3 x Gold, 3 x Silber und 1 x Bronze im Jahr 2026 noch versöhnlich gestaltet werden.
Schüler (AK 12 – 15)
Schüler (14/15 m/w)
Paul Pelger wurde Landesmeister über 60 m Hürden in 8,70 s und gefiel auch im Kugelstoß mit Silber (12,20 m) und komplettierte den persönlichen Medaillensatz über 60 m in 7,60 s und Bronze. Im Weitsprung kam ein finaler Rang 5 mit 5,38 m hinzu.
Anton Brechmeister (m 14) freute sich den Landesmeistertitel über 3000 m in 10:03,19 min. Auch seine 2:17,41 min über 800 m mit PBL waren ansprechend und wurden mit Silber verziert.
Greta Faulstich (w 15) kam mit dem Hammer auf 39,99 m und holte sich Silber, wie auch im Kugelstoßen mit 12,10 m (2.). Mit dem Diskus kam sie auf 25,77 m, die ihr den Bronzerang in dieser Disziplin bescherten.
Finja Brechmacher (w 14) wurde über 800 m in PBL nach längerer Krankheit, gute 4. in 2:36,22 min.
Die Staffel der w 14/15 – u 16 in der Besetzung (Finja Brechmacher, Hermine Salomon, Lotte Walter und Clara Queck), verfehlten knapp das Siegerpodest und kamen über 4 x 200 m in 1:58,44 min als 4. ein.
Clara Queck steuerte einen finalen Rang 7 im Hochsprung mit 1,40 m bei. Hermine Salomon (w 15) wurde über 60 m in 8,83 s gute 8. und konnte sich im Vorlauf in 8,72 s, für das Finale qualifizieren. Einen finalen 8. Rang gab es auch für Johanna Schulze in 2:53,14 min.
Schüler (12/13 m/w)
Adam Meister (m 12) starte altersgemäß zum 1. Mal bei einer Thüringer Meisterschaft und konnte mit Silber über 800 m in 2:29,71 min, einen famosen Einstieg darbieten.
Die Staffel der Jungen 12/13 – u 14 wurde über 4 x 100 m in 59,7 s auf Rang 4 notiert in der Besetzung David Victor Savu, Hannes Schrön, Oskar Brechmacher und Adam Meister.
David Victor Savu wurde über 60 m in 8,67 s guter 6., wurde im Weitsprung mit 4,36 m 7. und kam über 800 m in 2:37,29 min auf einen weiteren finalen Rang 8 ein.
Oskar Brechmacher (m 12) kam hier bei seinem Debüt auf Rang 4 (2:38,74 min), den wiederum Adam Meister ebenso erreichte, jedoch über 60 m Hürden in 11,40 s.
Bei den Mädchen der AK 13 gab durch Jasmin Leischner im Kugelstoßen einen 6. Rang mit 7,16 m (PBL), der sie etwas darüber wegtröstete, nicht über 800 m antreten zu können (Knieprobleme), wo sie im Vorjahr gewonnen hatte.
Die Staffel (w 12/13 – u 14) in der Besetzung Jasmin Leischner, Emilia Krahmann, Marie Pelger und Lilly Gieße, konnte unter 10 x Staffeln, hinter dem LC Jena und vor dem Erfurter LAC I, großartiger 2. werden in 54,6 s über 4 x 100 m.

Die Mädchen der w 12 erlebten ebenso ihre „Meisterschaftsfeuertaufe“ und konnten einen vielversprechenden Auftakt zelebrieren.
Allen voran Marie Pelger, die sich und der LG Ohra – Energie mehrere Medaillen bescherte. Nach 8,40 s im Vorlauf, legte sie im Finale 8,39 s nach und siegte mit 0,19 s vor starker Konkurrenz mit 47 (!) Teilnehmern. Leider schied sie nach Fehlversuchen im Weitsprung aus, für den sie mit einer weiteren Medaille geliebäugelt hatte. Im Kugelstoßen gab es mit 7,55 m Silber und mit der Staffelmedaille, gab es 3 x Medaillen für sie zum Auftakt ihrer 1. Landestitelkämpfe.
Einen lupenreinen 60 m Hürdensprint bot Emilia Krahmann (w 12) dar, der in guten 10,64 s mit Silber verziert war. Während im 60 m Sprint etwas Enttäuschung über das verpaßte Finale dominierte, war die Bronzeplakette im Hochsprung (1,30 m) ebenso die 3. Medaille, eingedenk der Staffelmedaille.
Jette Bischof freute sich in 2:51,85 min über Rang 7 über 800 m, während Medaillenaspirantin Karolina Novotna, leider wegen Krankheit ausfiel.
2025 hatten die Schüler (AK 12 – 15) die Ausbeute von :
7 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze, im Jahre 2026 wurden
3 x Gold, 8 x Silber und 3 x Bronze erkämpft – eine ähnliche Bilanz.
Mehrkampf (Schüler AK 12 – 15)
Paul Pelger (m 15) setzte sich in einem spannenden Wettkampf durch und holte sich die Goldmedaille im Hallen – 5 Kampf, der am 15. März 2026 zu einem ungewöhnlich späten Zeitpunkt stattfand, an dem einige Sportler der LG Ohra – Energie verzichteten, da bereits ihre Vorbereitung auf die Freiluftsaison mit allgemeinem Training, begonnen hat.
Mit folgenden Einzelergebnissen , erreichte er die 2783 Punkte : Hoch -1,60 m, Kugel -13,34 m, 60 m Hürden – 8,72 s, Weit – 5,65 m, 800 m – 2:41,35 min). Sein Vorsprung betrug am Ende 125 Punkte.
Einen guten 7. Rang gab es für den Neuzugang Tom Jakob (m 14) mit 2124 Punkten in der m 14Die Bilanz der letzten Jahre für die LG Ohra – Energie war mit 1 x Gold immer durch Paul Pelger geprägt und diese wurde 2026 leicht verbessert, indem neben seiner Goldmedaille, noch 1 x Bronze durch seine Schwester Marie Pelger (w 12) dazukam. Sie erreichte 2102 Punkte (1,28 m, 8,31 m, 10,76 s, 4,61 m, 3:15,88 min).
1 x Gold und 1 x Bronze – ein guter Abschluß der Thüringer Hallenmeisterschaften 2026.
Senioren (Masters) –
Zwar nicht für den Medaillenspiegel, der am Ende der Hallensaison in der Hallenbilanz erscheint, aber für die Erfolgsbilanz auch bedeutsam das Abschneiden der Seniorensportler – neu: Masters der LG Ohra – Energie.
Jan Meister (m 40) schnürte nach über 20 Jahren wieder die Spikes, vordem er mit Christoph Gernand, Tim und Tom Reinel, Christoph Hohmann und Rene Trillitsch, jener Jungengarde angehörte, die vor 20 Jahren viele Meriten für den SV Einheit Eisenach/LG Ohra – Energie geholt hatten. Über 60 m Hürden siegte er in 9,66 s und wurde über 60 m 3.Stefan Zimmermann (m 45) siegte über 800 m (2:14,78 min) und im Hochsprung (1,45 m) und wurde 2. im Weitsprung.
Welchen Rang die diesjährige „Medaillenausbeute“ in der Vereinswertung 2026 ergibt, wird in der abschließenden Hallenauswertung analysiert.