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Eine letzte Wettkampfmeldung erreichte uns aus den USA.

Leopold Stefanski (22) hat während seines letzten Juniorenjahres (U23) im März einen 400 m Wettkampf in Clinton (7.3.2020) über 400 m in 48,5 s gewonnen, bei dem es durch Ausfall der Technik nur Handstoppung gab. Wären es 48,50 s elektronisch gewesen, hätte das immerhin zu Rang 23 in DLV Bestenliste in der U23 gereicht.

Am 14.11.2020 konnte er in Memphis die ungewohnt langen 5000 m in 16:26,63 min passabel gestalten und geht 2020 als der letzte Wettkampferbringer der LG Ohra – Energie ein.

Freiluftsaison 2020 beendet

Die Saison 2020 wurde jäh beendet, denn wieder gab es Einschränkungen, die auch jede sonst übliche Cross Saison als Übergang zur Hallensaison (ab Dezember) ausfallen ließen – einzig einige Herbsttrainingslager konnten stattfinden .
Maurice Voigt weilte im Allgäu, Jonathan Hilbert in Griechenland und Kienbaum (mit erfolgversprechendem Test über 35 km Gehen), ohne eine Chance auf einen Wettkampf zu bekommen und TG Eisenach/Grüneberg (GTK) und Steinbach/Dr.Gössel in Kärnten.

19. Autohaus-Kirschstein Hochsprungmeeting am 01.10.2020

Mit dem 19. Eisenacher Autohaus Kirschstein Hochsprungmeeting am 01.10.2020 fand ein letzter Wettkampf für die heimischen Leichtathleten 2020 im Anschluß an das Kreissportfest der Grundschulen im Eisenacher Wartburgstadion statt.

Bei angenehmen Herbstwetter war am Donnerstag den 01. Oktober 2020 noch einmal Großkampftag im Wartburgstadion angesagt, denn alle im Frühjahr ausgefallenen Wettkämpfe fanden sich gewissermaßen als Komprimat an diesem Tag in einem 10 Stundenprogramm wieder. Zunächst wetteiferten einige Grundschulen vom Kreis Eisenach in einer Schulwertung an mehreren leichtathletischen Disziplinen um die erfolgreichste Schulmannschaft. Dies wurde liebevoll mit den Schulen zugeordneten Farben (Trikots, Luftballons) vom KSB Eisenach organisiert. Die GS Förtha siegte.
Gleich danach gab es die nunmehr 19. Auflage des Hochsprungmeetings, das freilich nicht mehr die hochkarätige Klasse besonders der ersten 10 Auflagen mit Spitzentalenten aus oftmals 8 Bundesländern aufweisen konnte. Dafür gab es eine überschaubare Anzahl attraktiver Disziplinen die für eine große Anzahl von Sportlern, derer über 60 aus immerhin 17 Vereinen am Start waren, mitunter erst – und letztmalig die Chance auf einen Wettkampf in diesem seltsamen Jahr boten .Während für die AK 11 nur 50 m Sprint auf dem Programm stand, gab es für die B-Schüler (12/13- U14) mit 75 m, 60 m Hürden, Weitsprung und 4 x 75 m Staffel die größte Auswahl und das mit Lichtschrankentechnik. Die AK 14/15 konnte sich über 300 m oder 300 m Hürden im Langsprint messen.
Hauptprogramm war neben dem Hochsprung für die AK 14 – 17 (und jünger), das Kugelstoßen der Erwachsenen. Letzteres war der eigentliche Höhepunkt. Leider lief diese Disziplin nicht optimal ab, da sich durch Nachmeldungen von einigen Sportlern zum Hochsprung der Ablauf so zeitlich verzogen hatte, dass das Kugelstoßen erst 18 Uhr 35 (statt 18 Uhr 20) stattfand.
Erwartungsgemäß hatte sich die Formkurve der international renommierten Senioren Vorzeigesportler Andy Dittmar (BIG Gotha und Carmen Hildebrandt (Ohrdrufer LF) zum Oktoberanfang im letzten Wettkampf schon etwas gesenkt, wie auch die Abendsonne, so dass die Siegerweiten von 17,14 m bzw. 12,59 m (3 kg) nicht den anvisierten Saisonabschlußzielen voll entsprachen (18,00 m/13,00 m). Zudem konnte Alexander Rödiger (LG Ohra – Energie) nicht teilnehmen und so blieb es dabei. Andy Dittmar setzte sich mit knapp 7 Meter Vorsprung vor dem Quartett des Eisenacher LV durch und setzte zeitgleich mit den „Powerwalkern“ um Rainer Koch (Freie Turnerschaft) den Abschluß unter eine Veranstaltung, die dennoch im Nachwuchs manch persönliche Bestleistung erbrachte.
Das Hochsprungmeeting gewann Karolin von Glasenapp (W15) von der HSG Nordhausen mit ansprechenden 1,60 m vor Anna Amalia Riechel (W14) von der LG Ohra – Energie, die nach einem Jahr Wettkampfpause, passable 1,55 m meisterte und auf Rang 3 katapultierte sich Lara Tabea Gloger (W16) vom WSSV Suhl mit 1,50 m. Im männlichen Bereich war das Altersniveau trotz Möglichkeit bis AK 17 zu springen niedriger, da der Großteil der guten Springer die Saison bereits beendet hatte. Hier siegte der talentierte Finn Gustav Perchner (M13) vom Gothaer LAC, dem 1,40 m dazu reichten und der sich zudem über Siege im Weitsprung und über 60 m Hürden freuen durfte.
Im selben Altersbereich 12/13 w konnte die Staffel I der LG Ohra – Energie über 4 x 75 m in der Besetzung Lotta Riechel (W13), Lea Weber(W12) Maria Matewosjan (W13) und Lara Marie Savu (W12) bei ihrem Sieg in starken 40,68 s brillieren, die damit sogar alle Jungenstaffeln unterboten und als Einzelstarterinnen allesamt mindestens einmal auf dem Siegerpodest zu finden waren.
Trotz kleiner Pannen (Kugelstoßverzögerung und 3 Laufwiederholungen wegen Startpistolendefekt), bot sich den Teilnehmern ein überwiegend gelungener Wettkampf zum Saisonende, der besonders von der Teilnahme zahlreicher Wintersportler geprägt wurde, die sich mit den Westthüringer Leichtathleten messen wollten.
An dieser Stelle sei Dank an alle Vereine, Helfer, Stadienwarte, Kampfrichter Trainer und Eltern gesagt, ebenso an die langjährigen Förderer der Veranstaltung deren 20. Auflage im September 2021 das (vorerst) letzte Meeting bedeuten wird – nach 20 Jahren gibt es ein Ende, was nicht ausschließt , das es in unregelmäßigem Abstand noch ein oder zwei Nachauflagen geben wird.
Es ist die „Long Goodby Tour“ des traditionsbehafteten Meetings, das 2021 noch einmal einen Höhepunkt liefern wird und soll.

P. Grüneberg

 

Nachsaison 2020 hat begonnen

Beim Meeting in Dessau (08.09.2020) war der Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaften der Männer, Maurice Voigt im Juniorenbereich der beste Speerwerfer mit Saisonbestweite von 72,13 m zu seinem Saisonabschluß 2020. Damit konnte er den altehrwürdigen und fast 40 Jahre alten Speerwurfkreisrekord von Handballtrainer Eckardt Schwarz von 1982 überbieten, der bislang bei 64,80 m stand.

Mit ein paar Wettkämpfen unter den momentan üblichen Auflagen, begann im September die Nachsaison 2020. Im rheinlandpfälzischen Neuwied (12.09.2020) stellten sich 4 junge Sportlerinnen in verschieden Blockmehrkämpfen zu einem Vergleich mit unbekannten Gegnern.
Im Block Mehrkampf Sprint/Sprung (75 m, Weit, 60 m Hürden, Hoch, Speer) wurde Maria Matewosjan (W13) mit 2401 Punkten gemeinsam 3. In der W12 konnte Lara – Marie Savu mit 2362 Punkten im gleichen Block den Sieg davontragen. Leider werden diese guten Punktwerte nicht Eingang in die TLV Bestenliste finden, da der Weitsprung wie in der alten BRD üblich, aus der Zone und nicht vom Brett (wie im Osten üblich) ausgeführt wurde. Ebenso in der W12 gingen Lea Weber und Lily Tischer im Blockmehrkampf Wurf an den Start, in dem ebenso oben genannte Disziplinen zur Austragung kamen, jedoch statt Hoch und Speer, hier Diskus und Kugel. Es lief nicht alles rund, denn die beiden Werferinnen verpassten ihren Hürdeneinsatz und konnten damit keinen Mehrkampfwert einbringen.

In Ohrdruf fanden am 19.09.2020 die einzigen Thüringer Landesmeisterschaften 2020 auf der Bahn statt, die der AK 12/13 in den Blockmehrkämpfen, neben einigen Einzeldisziplinen. Die LG Ohra – Energie hatte über 30 Sportler gemeldet, ohne die gesamten Leistungsträger aufzubieten. In der Blockmehrkampfwertung der Landestitelkämpfe war es Merlin Leuthardt (M12) im Block Lauf vorbehalten, mit 1962 Punkten und Silber (60 m Hürden – 10,91 s, 75 m – 11,02 s, Weitsprung – 4,33 m, 800 m – 3:03,83 min, Ball – 44,00 m), die einzige Medaille der LG Ohra – Energie in dieser Freiluftsaison zu erringen. Finale Ränge erkämpften zudem Fritz Preßler (M13-Block Sprint/Sprung) als 4., Oskar Preßler (m 13) als 8. im Block Lauf, sowie Anton Weber (M12) als 5. im Block Sprint/Sprung. Neben einer Reihe von Podestplätzen (13 x Rang 2 und 18 x Rang 3) und vorderer Platzierungen in den sonstigen Wettbewerben (Einzel und Dreikampf AK 7 – 11), sind im Folgenden alle Sieger der LG Ohra – Energie aufgeführt werden, derer es zu diesem Spätsommersportfest immerhin 9 x gab. Heidi Preßler (WJA/u 20/18) siegte im Hochsprung (1,55 m) und im Weitsprung (5,07 m), Karolin Leipold (WJB/U18/17) im Speerwurf (32,17 m), Elisa Valentina Doering (W13) im Kugelstoß (8,83 m) , Merlin Leuthardt (M12) im Ballwurf (44,0 m), Wilhelm Fabig (M11) im 3-Kampf (1179 Punkte) und im Weitsprung (4,61 m), sowie Ballwurf (42,0 m) und Tabea Schmidt (W9) im Ballwurf (27,0 m)

>>Ergebnisse

Bei einem weiteren Mehrkampfsportfest mit weiteren Disziplinen im sächsischen Schkeuditz (19.09.2020) konnte die Staffel der W12/13 (u 14) der LG Ohra – Energie/SV Einheit Eisenach (Elisabeth Gymnasium Eisenach) über 4 x 75 m in einer guten Zeit von 41,67 s einen überlegenen Sieg einfahren, der an Gewicht gewinnt, da dort eine altehrwürdige Aschenbahn Gelegenheit bot, eine solche erstmals den jungen Sportlern als Untergrund dienen zu können. Da wurden Erinnerungen an den 22.November 2010 in Eisenach wach, als vor knapp 10 Jahren die Tartanbahn nach 55 Jahre Aschenbahn eröffnet wurde und diese Kinder da gerade geboren waren. Zudem konnten die 4 Sportlerinnen (Lily Tischer 12, Lea Weber 12, Maria Matewosjan 13 und Lara Marie Savu 12) damit sogar knapp den Kreisrekord von 2001 über 4 x 75 m unterbieten, den seinerzeit ebenfalls 4  Mädchen (12/13) vom SV Einheit Eisenach im Verbund der LG Ohra-Hörsel in der Besetzung Anne-Kathrin Reusche, Nancy Jung, Stephanie Ortlepp und Mareen Sawitzky in 41,74 s aufgestellt hatten. Im Blockmehrkampf Lauf (75 m, Weit, 60 m Hürden, Ballwurf – 200 g und 800 m) gingen alle vier Mädchen an den Start, hatten jedoch in der W12 die in Sachsen niederen Hürden (0,64 m statt 0,76 m), womit die Mehrkampfergebnisse ähnlich wie in Neuwied nicht für die Thüringer Bestenliste infrage kommen. Jedoch war das auch nicht das Ziel, sondern vielmehr mit anderen Bedingungen und Gegnern Erfahrungen zu sammeln. Während Maria Matewosjan (W13) leider an der letzten Hürde gestürzt war und sich mit Schmerzen ins Ziel kämpfte, arbeitete sie sich mit 2082 Punkten noch auf den 3.Platz in der Gesamtwertung nach vorne. In der W12 konnte sich Lara Marie Savu wie auch die Woche zuvor in Neuwied den Goldrang für sich verbuchen, indem sie 2370 Punkte erreichte , die mit PBL im Ballwurf (30,5 m) und über 800 m (2:46,27 min) untersetzt waren. Lea Weber (W12) wurde 4., während Lily Tischer (W12) auf Platz 3 liegend über 800 m nicht mehr antrat.

P.Grüneberg

Deutsche Meisterschaften Braunschweig (8.8./9.8.2020) – Bronze und Rang 15 für LG Ohra – Energie

Ausgangslage
Unter ungewöhnlichen Bedingungen (ohne Zuschauer) und mit strengen Auflagen bedacht, fanden die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen (dennoch) in Braunschweig statt. Insgesamt hatten sich 14 x Thüringer Leichtathleten für die DM qualifiziert im Ergebnis der Ergebnisse von 2 Wettkampfjahren (2019 und 2020), so auch die beiden jungen Sportler der LG Ohra – Energie , bei denen die Resultate von 2019 in die Waagschale geworfen werden mussten.

LG Neuling Maurice Voigt/Speer (20) und Laura Kaufmann/400 m (20) einte dabei neben dem gemeinsamen Stammverein SV Einheit Eisenach in der LG Ohra – Energie, dass sie beide rund ein Vierteljahr kaum regulär trainieren durften (März-Mai), beide im Juni ihr Abitur erfolgreich ablegten und ebenso in einer Situation sind, in der die gegenwärtig mühsam aufgebaute Form sehr fragil ist und entfernt ist von der im Vorjahr.
Hinzu kommt, dass sie eigentlich u 23 Junioren DM gehabt hätten und nun mit als Jüngste ins „Fegefeuer“ der Erwachsenen DM geworfen wurden. Zielstellung war es im Vorfeld, als Bundeskader weitgehend Anschluß an das Gesamtkonkurrenzfeld halten. Das gelang jedoch nur Maurice Voigt, Laura Kaufmann dieses Jahr leider nicht.
Die LG Ohra – Energie war mit 2 Aktiven gut vertreten, denn 2019 gab es gar keinen Starter der LG Ohra – Energie im Erwachsenenbereich und Jonathan Hilbert wäre zudem der 3. DM Starter gewesen, jedoch wurden die Deutschen Meisterschaften im Gehen 2020 gestrichen.

Bericht
Sensationell war der Auftritt besonders unter diesen Umständen durch Maurice Voigt (20), der erst 2020 zur LG Ohra – Energie stieß und vor einem Jahr bei den Erwachsenen schon 5. geworden war. Er sicherte sich gleich mit einem starken 1.Wurf von 70,84 m die Bronzemedaille, wobei vor ihm 2 Weltklasseathleten (Vetter, Hoffmann) bedeutend weiter warfen.
Sehr spannend wurde es, als der Viertplatzierte bis auf einen Zentimeter herankam. Aber „Bronze hielt“. Damit bescherte Maurice Voigt sich und seinem Stammverein SV Einheit Eisenach, der LG Ohra – Energie und auch dem 4 TLV (eine von 4 Medaillen), ein großartiges Abschneiden.

Nicht optimal lief es erwartungsgemäß für die ebenfalls 20 jährige Laura Kaufmann über 400 m.
Sie hatte vor 2 Wochen den sportlichsten Tiefpunkt ihrer seit 2015 erfolgreichen Leichtathletik Kariere (immer Bundeskader) erlebt, als sie nach 2,5 Monaten Trainingszwangspause im Stadion und Kraftraum, uneinholbar ihre Formaufbau nur zum Teil realisieren konnte. Dennoch wollte sie sich nicht, wie manch anderer Kaderportler, hinter dieser Verordnung verstecken – darauf hoffend, dass der Kaderstatus als Bonus für 2021 vergeben wird.
So stellte sie sich trotz unzureichender Vorbereitung im verregneten Regensburg zur Gala (26.7.2020) und absolvierte die 400 m Runde in schwachen 58,22 s (zum Vergleich – 2019 Saisonbestzeit 54,12 s/DLV – Bestenliste Rang 16 Frauen) und trainierte mit viel Fleiß bis zur DM in einem Trainingslager in Kienbaum um Form ringend, hart weiter.
Zumindest gelang ein Teilerfolg, denn sie konnte von DLV – Bestenlistenplatz 68 (58,22 s), im gesetzten Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft in Braunschweig, in 56,49 s auf Rang 34 klettern. Sie schied, mühsam um Anschluß ringend, mit Gesamtrang 15 aus und musste mit ansehen, dass immerhin 3 jüngere Sportlerinnen über 400 m PBL zelebrierten und zwei davon sogar das Finale schafften.
Es muß jedoch angemerkt werden, dass keine ihrer diesmal deutlich stärkeren Konkurrentinnen, Trainingsbetriebeinschränkungen hatten und allesamt optimal trainieren konnten. So stimmt gemessen an den Umständen, die Teilnahme an der DM und Verbesserung um 1,73 s gegenüber dem Auftakt, zumindestens teilweise versöhnlich.
Ganz wichtig ist ihre Schlussfolgerung:“ Ich beende jetzt die Saison und baue ab 1.September das neue Wettkampfjahr 2021 konsequent auf und greife nächstes Jahr wieder an. Gerne würde ich einen Staffelplatz zur u 23 EM erkämpfen.“
Während Kaufmann ihre kurze und fast erfolglose Saison beendete, der ihr nun sicher auch den Bundeskader kosten wird, startet Voigt noch in Halle und Dessau.

Bilanz
Somit sind zwei qualifizierte DM Teilnehmer und 1 Medaille, letztlich eine gute Bilanz für die LG Ohra – Energie, in dieser eigenartige Saison 2020 !

>> Ergebnisse

P.Grüneberg

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